Tenra's Persians
Our World is a Tabby-World

Ein Traum in Silber und Weiss

(Britta Busse, geschrieben 1996für die Tabby-World)

Eigentlich wollte ich ja noch ein Browntabby auf Weiß-Mädchen haben, da unsere Tabby auf Weiß-Zucht nicht so recht in Gang kam. Doch kommt es oftmals anders als man denkt! Und ich habe es absolut nicht bereut, diese Entscheidung getroffen zu haben. Denn unsere „Kissy“ hat den gleichen lieben Charakter wie „Sam“, nur ein klein bißchen temperamentvoller. Sie ist eben ein Mädchen und das weibliche Geschlecht hat ja bekanntlich immer etwas mehr „Pfeffer“.

So, nun war der erste Schritt getan. Nun hieß es, gründlich überlegen und planen, wie geht es weiter. Mit unseren Freunden, die mit uns gemeinsam Urlaub machten, wurde noch während des Urlaubs unser Traumgebilde „Silbertabby auf Weiß“ in groben Zügen geplant oder vielmehr „gesponnen“, wobei uns Jo­Ann Miksa kräftig unterstützte und dies auch mit Taten bewies. Meine Freundin erwarb ein erwachsenes Silbertabby-Mädchen, von dem JoAnn sich eigentlich noch gar nicht trennen wollte, so daß wir also schon bald starten konnten. Und dann kam die ganz große Überraschung. Wir bekamen einen zauberhaften Silbertabby-Van Kater und mit seinem Namen „Walk In Love“ (sein Vater ist „Kikicat Answered Prayer“) brachte sie nicht nur ihre Freundschaft zum Ausdruck, sondern auch die Hoffnung, daß wir mit ihm unser Ziel, die Anerkennung der Silbertabby auf Weiß, bald erreichen.

Das silberne Trio gewöhnte sich völlig problemlos bei uns bzw. bei meiner Freundin und unseren anderen Katzen ein, sie waren schon nach kurzer Zeit aus unserem Haus und unseren Herzen nicht mehr wegzudenken. Wir wissen ja alle, daß Tabbies wesentlich mehr Temperament haben als die anderen Farbschläge, aber diese Silberlinge setzen mit ihrem Temperament und ihrer Neugier allem noch eins oben drauf.

Auf der Weihnachtsausstellung in Weilburg 1993 war es dann soweit, wir haben unser Silbertabby-Weißes Pärchen gezeigt und wir waren wirklich angenehm überrascht, wie viele doch nach anfänglichen Unkereien von der neuen Farbe begeistert waren. „So hatte man sich die Variante nicht vorgestellt. Man könne wirklich das Weiß beim Silber unterscheiden usw. usw.“ Wir lächelten nur und waren froh, daß wirklich nur ganz wenige „Unken“ übrig blieben. Aber wir wissen ja, die wird es immer geben und sollten, wenn man ein Ziel verfolgt, ignoriert werden. Wir hatten das Glück, daß unsere FIFe-Präsidenten, Frau Uddin, sowohl Kater als auch Kätzin gerichtet hat. Sie war überaus begeistert, in welcher Qualität ihr diese neue Farbe schon präsentiert wurde. Ihre Unterstützung bei unserem Bemühen um die Anerkennung dieser neuen Farbe hat sie uns zugesichert und uns gratuliert, daß wir mit so einer Basis beginnen können.

Ich denke, daß war damals schon ein wichtiger Schritt nach vorn und es hat uns angespornt, diese Farbe auf den Ausstellungen im In- und Ausland zu zeigen. In Holland wurden sie von Herrn Marc Pohl gerichtet, der diesen „Traum“ auf sich wirken ließ und für jedermann sichtbar es nicht glauben konnte, daß diese Farbe nicht anerkannt ist. Ebenfalls in Holland konnte dann Madame Renault unsere beiden Schönheiten bewundern. Mit der Kätzin ging sie zu jedem ihrer Richterkollegen und ließ dieses kleine Mädchen bewundern. In Dänemark passierte uns das gleiche mit Hrn. Pedersen und Hrn. Leslie van Grebst, denen es unheimlich leid tat, kein Zertifikat vergeben zu können. Es besserer Vorstellung und Werbung für diese Variante konnten wir uns wirklich nicht erhoffen.