Tenra's Persians
Our World is a Tabby-World

Weltsiegerausstellung 1999 in Milano

(Artikel für die "edelkatze" des 1 DEKZV e. V.)

Die diesjährige Weltsiegerausstellung fand am 20. Und 21. März in Milano (Italien) statt und dies ist nur eine kurze Zusammenfassung, damit aktuell schon etwas von unseren Eindrücken auf der Weltausstellung an Sie weitergegeben werden kann.

Auf der Top-Ten Ausstellung in Fulda wurde die Idee zur Teilnahme an der Weltsiegerausstellung geboren. Die Kastratin "EP + EC Kikicat's Angelview" der "Becker-Tochter" Miriam war in Fulda gerade Top Ten Platz 1 geworden und der erst seit einigen Monaten kastrierte "Sam" (EC Kikicat's Ecclesiastes, DM), hatte gerade Best Kastrat gemacht. Da auch unsere "Kleinen" Cherie (Tenra's Say Cheers, Sam) und Sally (Uppsala v. Stubentiger) sich in den letzten Monaten auf den Shows tapfer geschlagen und einige Male Best in Show gemacht hatten, so waren also die richtigen Katzen schon vorhanden. (Außerdem, wir waren noch nie auf einer Ausstellung in Italien. Also, was lag näher…) Das gebuchte Hotel war fantastisch, allerdings mußten wir höllisch aufpassen, daß unsere Tiger die Wandverkleidungen nicht abwrackten, da die Wände halbhoch mit Teppich verkleidet waren und unsere Miezen fest davon überzeugt waren, daß dies ein Service des Hotels in punkto Kratzmöglichkeit war. Am Samstag auf der Ausstellung war es wie auf jeder Ausstellung: Tierarztkontrolle, Bestätigungen abgeben, Katalog entgegennehmen, nachschauen ob die Tiere richtig im Katalog stehen, Käfig finden und dekorieren, und natürlich ganz wichtig, was ist alles in unserer Kategroie gemeldet, welche Richter richten welche Farben. Übrigens es waren 14 Richter anwesend, von denen 13 Langhaar/Exotic gerichtet haben. Also unser "täglich Ausstellungsbrot". Es waren insgesamt in allen Kategorien 774 Katzen gemeldet, davon 250 in der Kategeroie Langhaaar und Exotic (46), Kategorie II 253, Kategorie III 212 und in der Kategorie IV 59. Und was vielleicht noch interessant ist, die Aussteller kamen aus 21 verschiedenen Ländern. Jeder mußte selbst darauf achten (nach Ansage), seine Katzen rechtzeitig zum Richten zu bringen. Es gab allerdings den Service (gegen Gebühr) einer Simultanübersetzung in Deutsch und Englisch über Kopfhörer (Funk). Leider versagte die Technik sehr oft und eine Information wo bzw. wo diese Geräte nicht funktionierten, hätten vielen Mißverständnissen vorgebeugt.

Zwei unsere Katzen waren für die Best in Show nominiert , die anderen beiden haben sich wacker geschlagen, aber wie wir ja alle wissen, auch andere haben schöne Katzen. Am Nachmittag konnten wir in aller Ruhe die anderen Katzen beim Richten beobachten und sorglos von Käfig zu Käfig schlendern, ein Wort mit anderen Ausstellern wechseln und natürlich die Zubehörstände (hier hätten wir uns bei so einer Ausstellung etwas mehr gewünscht) aufsuchen. Also all die Dinge, die Aussteller/Züchter gerne machen.

Um 17.00 Uhr fand eine Präsentation der Rassen statt. Hier hatte der italienische Klub eine wirklich zauberhafte Idee. Die "Stewards" hatten eine typische Landestracht des Landes an, wo der Ursprung der Rassekatze war oder vermutet wurde. Das heißt z. B. die Norwegische Waldkatze wurde von einem Pärchen Wikinger, die Russisch Blau von jemanden in russischer Landestracht usw. vorgestellt. Dazu wurde die Geschichte der jeweiligen Rasse erzählt. Ein wirklich einmaliges Erlebnis.

Am Sonntag um 11.00 Uhr begann die Best in Show (Gott sei Dank mit Langhaar - unsere Nerven hätten dies sicherlich auch nicht länger mitgemacht). Seit Betreten der Halle sausten schon tausend kleine Schmetterlinge durch unsere Mägen. Wir brachten die Katzen wieder selbst zu den Nominationskäfigen, konnten hier und da für ca. 10 Minuten nochmals jedes Haar in die richige Lage bringen und mußten uns dann vor die Bühne begeben. Ach ja, übrigens Bühne. Dies war eine Bühne, die die Häfte der einen Halle einnahm und als "T" aufgebaut war, so daß die Stewards nachdem sie die Katzen allen Richtern präsentiert hatten, den Laufsteg abschreiten konnten, um dem Publikum hautnah die Besten der Besten zu zeigen. Die Richter hatten hier wirklich ein Mammutprogramm zu absolvieren, denn wie schon gesagt, von den 14 Richtern hatten 13 Richter Langhaar zu richten und somit waren in jeder Klasse bis zu 13 Tiere nominiert. Bei den erwachsenen Katern gewann ein Perser creme-weiß (BIS), bei den erwachsenen Mädchen eine Perser schildpatt (BOX). So, nun sollten also die Kastraten kommen, unsere Nerven lagen blank. Kurz vor dem heulenden Elend, sahen wir aber nun die Teenager die Bühne betreten. In Italien kommen nach den Erwachsenen die Teenager und Kitten und dann erst die Kastraten. Bei den Tennies gewann eine Perser rot, bei den Kitten eine Perser Tricolour. Die Hände nun schon schweißnaß, kam keine Silbe kam mehr aus unserem Munde. Es war soweit, die Kastraten kamen auf die Bühne. Dann vernahm man von uns nur noch einen Jubelschrei, denn "Sam" gewann einstimmig. Die Tränen flossen ohne Ende, während die weiblichen Kastraten schon den Richtern vorgestellt wurden. Und auch hier konnten wir uns jubelnd in die Arme fallen, "Angel" gewann 11 zu 2, so daß unsere beiden "Veteranen" gegeneinander antraten. "Sam" wurde Best in Show und "Angel" Best Oppisite Sex. Wir glauben, jeder kann wohl nachvollziehen, wie beseelt wir unsere Beiden an der Bühne in Empfang nahmen. Die offizielle Prämierung mit Vorstellung wurde erst am Nachmittag gemacht.

Deutschland und somit der 1. DEKZV konnte sechs Weltsieger benennen:

PR+EC Kikicat’s, Ecclesiastes, DM, PER-a-22,

Bes. Britta Busse

EP + EC Kikicat’s Angelview, PER-n-03-22,

Bes. Miriam Becker

Vela-Carina’s Valeire, SBI-a, Bes. Margit u. Hans Brückel

Remis Felis Jubatus, NFO Gruppe 1, Bes. Ulrike Wahl

Phu Quoc’s Nala, DRX Gruppe 2, Bes. Christiane Höhn

Kohinoor’s Butterfly, SIA-h-21, Bes. Heide Dietrich

Die komplette Best in Show für alle Kategorien dauerte ohne Unterbrechnung bis 15.30 Uhr. Ein wirklich riesiges Programm für die Richter, denn es sollen 187 Katzen nomiert gewesen sein.

Alles in allem eine wirklich schöne Ausstellung und ein einmaliges Erlebnis mit einem Weltsieger wieder nach Hause zu fahren.

(Britta Busse)